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Tod am Ostertage
#1
Tod am Ostertage

Am Tag des Festes, da der Herr erstanden,
Aus Grabesdunkeln fuhr zu ew’gen Sonnen,
Da tausend Herzen neue Lebenswonnen
Wie jetzt Natur in Frühlingslust empfanden.

Zur frohen Zeit, da Eis und Frost entschwanden,
Die Blumen rings zu blühen schon begonnen,
Hast Du, o tück’scher Tod, mein Herz umsponnen
Zur falschen Stunde mit den kalten Banden!

Doch nein — wie kann ich, Geist, Dich missverstehen?
Zur rechten Zeit willst Du mich hold umschlingen;
Zum Leben soll ich sterbend auferstehen.

Die Osterglocke mag zu Grab mir klingen!
Aus Nacht und Tag. aus Werden und Vergehen
Soll ich empor zum ew’gen Licht mich schwingen.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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