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Eilen und Verweilen
#1
Eilen und Verweilen

Der Welt Betrieb ist, niemals stehn zu bleiben.
Wie Blut mag von geschwungnen Schwertern thauen,
Sie scheuet nicht des Todes finstres Grauen,
Wenn sie nur fort und fort ihr Werk kann treiben.

Sie hält kein Mitleid, hemmt kein Gegensträuben,
Man darf nicht rückwärts, soll nur vorwärts schauen,
Nicht klagend um Verlornes, weiterbauen,
Daß Funken sprühen aus der Kräfte Reiben.

Des Geistes Art dagegen ist Verweilen,
Und starr den Blick auf Einen Punkt zu lenken,
Um weiter, als der Erdengränze Säulen,

Sich in die Nacht der Tiefe zu versenken.
Der Mensch muß beide Weisen in sich einen,
Doch Seelenkleinod ihm Beschauung scheinen.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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