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Camilo Pessanha: Estátua
#1
Portugal 
.

Camilo Pessanha
1867 – 1926 Portugal


ESTÁTUA

Cansei-me de tentar o teu segredo:
No teu olhar sem cor, - frio escalpelo,
O meu olhar quebrei, a debatê-lo,
Como a onda na crista dum rochedo.

Segredo dessa alma e meu degredo
E minha obsessão! Para bebê-lo
Fui teu lábio oscular, num pesadelo,
Por noites de pavor, cheio de medo.

E o meu ósculo ardente, alucinado,
Esfriou sobre o mármore correto
Desse entreaberto lábio gelado...

Desse lábio de mármore, discreto,
Severo como um túmulo fechado,
Sereno como um pélago quieto.




STATUE


Ich war es müde dein Geheimnis zu erraten:
In deinem leeren Blick, der kühl wie ein Skalpell,
brach sich der meine, debattierend im Duell,
wie eine Meereswoge auf den Felsengraten.

Geheimnis dieser Seele! ja, ich war gefangen
in den Besessenheiten, wie vom Trinken-Müssen.
Ich war die Lippe, sehnsüchtig nach deinen Küssen
in einem Alptraum voller Ängste, voller Bangen.

mein heißer Kuss halluziniert mir ein Gefühl,
wo ich nur harten Stein in der Umarmung hab;
geöffnet zwar der Mund, doch kalt, dem Eise gleich...

Ich träume von den Marmorlippen, hart und kühl,
und streng sind sie und ernst wie ein geschlossnes Grab
und ruhig wie ein abgeleg'ner, stiller Teich.





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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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