![]() |
|
Perlbemuttert unterm Mond - Druckversion +- Sonett-Forum (https://sonett-archiv.com/forum) +-- Forum: Sonette der Mitglieder (https://sonett-archiv.com/forum/forumdisplay.php?fid=168) +--- Forum: Sonett spezial (https://sonett-archiv.com/forum/forumdisplay.php?fid=185) +---- Forum: Sonettenkränze (https://sonett-archiv.com/forum/forumdisplay.php?fid=186) +---- Thema: Perlbemuttert unterm Mond (/showthread.php?tid=36046) |
Perlbemuttert unterm Mond - ZaunköniG - 04.01.2026 Perlbemuttert unterm Mond Der Horizont scheint wieder offen. Wir haben nichts dazubezahlt Der Himmel ist neu angemalt, ein weites Meer läßt wieder hoffen. Ein Fabeltier springt aus der Gischt. Ein Stück der Welt in der es wohnt liegt perlbemuttert unterm Mond und alle Last schein weggewischt für einen heiligen Moment. Sternenstaub im Mantelkragen vergißt wie schnell die Stunde rennt. Unsre Zukunft bleibt in Vagen. Sie weiß wie mir die Seele brennt und muß mir doch ihr Herz versagen. . RE: Perlbemuttert unterm Mond - 1 - ZaunköniG - 20.01.2026 Und muß mir doch ihr Herz versagen, meine Liebe, die gedacht, daß alles was sie mir gebracht, nur gab damit ich’s weitertragen kann, dann soll sie in mir leuchten, einen guten Weg bereiten und mich überall begleiten, meinen Augenstern befeuchten wenn ein Mensch der Tränen wert. Begegnung macht erneut betroffen. Ich lebe was das Leben lehrt und bleib verhaftet allen Stoffen worin noch ein Geist verkehrt. Der Horizont scheint wieder offen. RE: Perlbemuttert unterm Mond - 2 - ZaunköniG - 26.01.2026 Der Horizont scheint wieder offen, frei im Größten wie im Kleinsten; Wunder leben im Gemeinsten. Hat man sie erst angetroffen geh´n sie nie mehr ganz verloren. Aus dir selbst kann Heimat wachsen. Springt sie dir mal aus den Achsen: Welt wird täglich neugeboren. Alle Sorgen sind versprengt, wenn Hoffnung sich neu eientschalt und wieder unser Leben lenkt. Wir hatten viel geflucht geprahlt. Ein neuer Tag wird uns geschenkt. Wir haben nichts dazubezahlt. RE: Perlbemuttert unterm Mond - 3 - ZaunköniG - 28.01.2026 Wir haben nichts dazubezahlt und keiner da, der uns verletzt, der gegen unsre Liebe ketzt. Ein neuer Himmelskörper strahlt, der unsren Namen tragen mag. Zwei Kinder, in die Welt gesetzt, beachten nur das Hier und Jetzt. Die Ewigkeit ein Wimpernschlag. Was wir in unsren Händen lasen und was wir uns ausgemalt, das schien für immer fortgeblasen, doch ein neuer Tag erstrahlt. Die Luft schmeckt noch nach Seifenblasen, der Himmel ist neu angemalt. RE: Perlbemuttert unterm Mond - 4 - ZaunköniG - 30.01.2026 Der Himmel ist neu angemalt und helle Lichterketten prangen in den Nächten, die gelangen. Ehe Frost die Welt verkahlt erobert sich ein Herbsterwachen seinen Raum und sprüht vor Farben. Die Geister dieser Erde warben heute nur um unser Lachen. Das Abenddämmern ist ein Fest und tanzend, taumelnd, wie besoffen flirrt die Sonne durchs Geäst. Im freien hatten sich getroffen, unsre Blicke Richtung West. Ein weites Meer läßt wieder hoffen. RE: Perlbemuttert unterm Mond - 5 - ZaunköniG - 05.02.2026 Ein weites Meer läßt wieder hoffen. Alles kann heut möglich sein, denn alle Sorgen schrumpfen klein. Ein Wesen wirkt in allen Stoffen, daß sich eins und eins vermählt. Ein jedes Teil der Erde liegt so sanft an seinen Ort geschmiegt. Das Schicksal, das wir uns gewählt, verspricht uns, daß es sich benimmt bis letztes Tageslicht verlischt. Die Neue Nacht ist uns bestimmt, zwei Träume werden neu gemischt wo Mondlicht durch die Wolken schwimmt, ein Fabeltier springt aus der Gischt. RE: Perlbemuttert unterm Mond - 6 - ZaunköniG - 11.02.2026 Ein Fabeltier springt aus der Gischt und breitet uns ein Silbernetz. Im Nu hats uns dem Hier und Jetzt für eine Reise kurz entwischt. Wir sehnen uns nach neuem Anfang, ziehn stromaufwärts mit den Lachsen. Die Begehrlichkeiten wachsen, unterm Mondlicht wirkt der Bann lang. Es hat uns sphärisch schlafverwandelt, Himmelsharmonien vertont, mit Wasserwesen angebandelt, spielt ein Leben, das sich lohnt. Ein Stück das von sich selber handelt, ein Stück der Welt in der es wohnt. RE: Perlbemuttert unterm Mond - 7 - ZaunköniG - 13.02.2026 Ein Stück der Welt in der es wohnt legt sich in solchen Nächten bloß. Wer warten kann, dem wird sein Los mit Wundern irgendwann belohnt. Es legt sich sanft in deinen Schoß und leuchtet unter deiner Haut. Zwei Seelen werden sich vertraut und kuscheln sich ins Ufermoos. Den Schlag der Fische hort man kaum, Gesang vom Wind darüber thront, da tuscheln sie vom Kindertraum. Mit Muscheln grünweiß überkront: Die Glasgestalt im Algensaum liegt perlbemuttert unterm Mond. |