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Sturm - ZaunköniG - 17.11.2025 Sturm Heut fährt der Wind von Ost mit scharfem Stoß, Er schlgt den schaum aufs Land in weißen Ballen. Ich seh ins Reff die roten Segel fallen, Die Wolken stehn geklüftet, schwarz und groß. Mir ist, als hing ein flatternd Menschenlos In jeder Wolke windgetriebnem Wallen. So dunkles Treiben wurde auchuns allen, und manche seele weint sich nackt und bloß. Doch mag ich nicht das Leid, die Unruh schelten. Die Wolken schauen wandernd Welt nach Welten, Ihr ganzes Dasein ist ein groß Erleben, Das Ruh’nden fremd. – Mir ward in Bitternissen Der Reichtum, zu verstehn, aus Schmerzen Wissen Und ich befreite Liebeskraft gegeben. |