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Der erste Zeichner (2) - ZaunköniG - 02.12.2023 Der erste Zeichner I. Zwei Hirtenkinder, Knab’ und Mädchen, spielen Am Felsen bei erloschner Feuerstelle, Die glatte Steinwand zeigt in Sonnenhelle Die Schatten von zwei kindlichen Profilen. Der Shwester Anmut fesselt den Gespielen Im Dunkelbilde selbst. Daß es zu schnelle Nicht fliehe mit des Lichtes flücht’ger Welle Erkürt er sich der Kohlen Rest zu Kielen. Mit schwarzem Stift verfolgt er die Konturen, Die auf der Wand zur holdsten Form sich schlingen, Und schmückt mit Lieblichkeit die Felsenwildnis. Aus rauhem Steine, dunklen Kohlenspuren Und düstern Schatten, - traun, unschönen Dingen! – Erstand durch Kindeshand der Schönheit Bildnis. II. Von dieses Kindes rstem Künstlerlallen Bis zu den Harmonien, die von den Schwingen Des seraphs Raphael in Wonne klingen, Welch unermeßner Flug, welch Steigen, Fallen! Von diesem Fels bis zu den Bilderhallen Des Vatikans, zu Pittis Wunderdingen, Durch Dorn und Lorbeer welch ein Mühn und Ringen! Welch weite Bahnen muß die Kunst durchwallen! Ob sie an Arno siedle oder Elbe, In Farben dichte, oder mal’ in Tönen, Ihr Geist bleibt einer doch, ihr Ziel dasselbe: Rauheit zu sänf’gen, Schatten zu versöhnen, In holdem Bann die Schonheit festzuhalten, Ihr Sterbliches zu Ew’gem zu gestalten. . |