![]() |
|
Auf meines Heilandes allerheiligste Wunden / Auf sein allerheiligstes Blutvergiessen - Druckversion +- Sonett-Forum (https://sonett-archiv.com/forum) +-- Forum: Sonett-Archiv (https://sonett-archiv.com/forum/forumdisplay.php?fid=126) +--- Forum: Sonette aus germanischen Sprachen (https://sonett-archiv.com/forum/forumdisplay.php?fid=394) +---- Forum: Deutsche Sonette (https://sonett-archiv.com/forum/forumdisplay.php?fid=398) +----- Forum: Autoren G (https://sonett-archiv.com/forum/forumdisplay.php?fid=622) +------ Forum: Catharina Regina von Greiffenberg (https://sonett-archiv.com/forum/forumdisplay.php?fid=670) +------ Thema: Auf meines Heilandes allerheiligste Wunden / Auf sein allerheiligstes Blutvergiessen (/showthread.php?tid=26225) |
Auf meines Heilandes allerheiligste Wunden / Auf sein allerheiligstes Blutvergiessen - ZaunköniG - 02.01.2024 Auf meines Heilandes allerheiligste Wunden ZErflöße dich mein Herz / und fließ in seine Wunden bey heißer Liebesglut / füll diese Hölen zu. in seinem Schmerzen / such dein süße Seelen-Ruh: es wird der Himmel ietzt in diesen Hölen funden. Mit seinem Leben / ist der ewig' Tod verschwunden. Du zeigest gar dein Herz! du Herzen-Tröster du / das Gnaden Wunderwerk! ich sah in meinem nu / sein Herzen-Paradeiß / in dem die Seelen stunden. Ach JEsu / deine Lieb ist gar zu Göttlich-groß / unfaßbar / unerreicht / unglaublich wolt ich sagen: wann durch den Glauben nicht Ihr Erzseyn sie ausgoß. Ach solst du solche Schmach und Noht und Spott ertragen / vor deine ärgsten Feind' / uns arme Erdenkloß? doch / was will man den Brunn üms Bäch-ergiessen fragen? Auf sein allerheiligstes Blutvergiessen O Guldne Blutes-Münz / ach du allgeltends Geld das mein' und aller Welt ihr Sünden-Last aufwäget! auf jedem Tröflein / ist mein Seeligkeit gepräget / und das Haupt-gütig Bild / der höchste Sieges-Held. Die schaue-Pfenning wirfft man aus in alle Welt / aus seiner Wunden Thron / der Gold und Silber heget / dem Blut- und Wasser-Strom. Die Jahrzahl man drauf schläget / die Ewig' Ewigkeit / der Nach-Welt stäts vermelt. Ach weg mit Geld / und Welt! nur dieses sey mein Schatz / mein Theil / mein Erb' und Zier / mein Trost / mein Ruhm und Leben. Nur diß nimm' ich mit mir / wann ich sonst alls aufgeben und sterbend lassen muß: dis hat im Schifflein Platz / ja / dieses sey das Meer / auf dem die Seele fähret in sichern Himmels-Port / in Nectar dann verkehret. . |