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Sonnets 101 - ZaunköniG - 28.10.2007 William Shakespeare 1564 – 1616 England CI. O truant Muse, what shall be thy amends For thy neglect of truth in beauty dyed? Both truth and beauty on my love depends; So dost thou too, and therein dignified. Make answer, Muse: wilt thou not haply say 'Truth needs no colour, with his colour fix'd; Beauty no pencil, beauty's truth to lay; But best is best, if never intermix'd?' Because he needs no praise, wilt thou be dumb? Excuse not silence so; for't lies in thee To make him much outlive a gilded tomb, And to be praised of ages yet to be. Then do thy office, Muse; I teach thee how To make him seem long hence as he shows now. . RE: Sonnets 101 - ZaunköniG - 29.04.2023 Übersetzung von Terese Robinson CI. O träge Muse! Sprich, wie willst du’s sühnen, Daß Wahrheit du mit Schönheit nicht verklärt? Wahrheit und Schönheit muß dem Liebsten dienen, Auch du dienst ihm, und das gibt dir den Wert. Antworte Muse! sagst du etwa: „Wahrheit Braucht keinen Glanz, der ihren Glanz erfrischt, Wer Schönheit übermalt trübt ihre Klarheit, Das Beste bleibt am besten unvermischt.“ Schweigst du, weil er kein Lob braucht, das erhebt? Nicht diese Ausflucht; denn es liegt an dir, Daß er sein golden Grabmal überlebt Und leuchtend ragt, der fernsten Zeiten Zier. Darum ans Werk; ich lehre dich ihn malen, Daß er noch lange wird wie heute strahlen. . RE: Sonnets 101 - ZaunköniG - 26.04.2026 In der Übersetzung von Johann Gottlob Regis CI. Saumsel’ge Muse! wie wirst du dein Schweigen büßen Vom Wahren, das im Schönen sich verklärt? Wahrheit und Schönheit sind auf meinen Freund gewiesen; So bist auch du, und darin ruht dein Wert. Gib Antwort, Muse! sagst du nicht vielleicht: „Wahrheit braucht Schmuck nicht, ihre Farb’ ist feste; Schönheit nicht Pinsel, der ihr Wahres zeigt; Am besten ist ganz unvermischt das beste“? So willst du schweigen, weil ihm Lob nicht not? Entschuld’ge so dich nicht! Du kannst ihn weit Erheben über goldnes Grab und Tod. Daß ihm noch rühmt die ungeborne Zeit. So, Muse, tu dein Amt! Wie wir ihn finden, Lehr’ ich dich späten Enkeln ihn verkünden. . |