Sonett-Forum

Normale Version: Mohnblume am Feldrain
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Mohnblume am Feldrain


Feuerblume, die am Feldrain sprießet,
im Seidenwind die Blütenblätter wehen.
Ich hab dem Mohn im GRase blühen sehen,
das wie ein Bach vom Feld zum Wege fließet.

Doch hat der Sturm die Blüten fortgetragen,
leer ist das Gras, das Feld rauscht stet und stille,
und gleichsam wandelt sich des Sommers Fülle.
Fort sind die Blumen aus den Sonnentagen.

Des Lebenswandelgang: Ein lichtes Blühen
ist rasch dahingerafft im Zetensturm,
verwelkt, verdorrt, zerfällt zu Rost und Staub.

Wir sehen rasch das Leben weiterziehen.
Zu Sand zerfällt der höchste Wächterturm.
Oh Gang der Zeit, wie gleichst du dürrem Laub.
Hallo Salamandra,

Mohn ist schon eine tolles motiv, hatte ich ja hier auch schon behandelt.
Deine Sprache wirkt hier etwas antiquiert, vor allem das erste Reimpaar "sprießet/fließet" Was spricht dagegen, einfach "sprießt/fließt" zu reimen?

In Zeile 6 sehe ich einen inhaltlichen Widerspruch, da ich "Rauschen" zunächst mal akustisch denke. Still Rauschen geht also nicht. Alternativ könntest du "wogt stet und stille" schreiben.

Bis auf diese beiden Kleinigkeiten aber sehr schön.

LG ZaunköniG
Hallo Zaunkönig!

Vielen Dank für deinen wohlwollenden Kommentar. Der Klatschmohn, wie ihn der Volksmund nennt, gehört zu meinen Lieblingsblumen. Und sein unvergleichliches Rot am den Wegrändern und Feldrainen ist für mich schon fast die Standarte des Sommers.

"Wogt" ist brilliant. Ich glaube sogar, daß dies das Wort ist, nachdem ich gesucht habe. "Rauschen" ist doch auch ein wenig abgegriffen. Aber ich werde diese Änderung einfügen.
Vielen Dank auch für diesen Hinweis.

Viele Grüße,
Salamandra!
Mohnblume am Feldrain
(In der ersten überarbeiteten Fassung)


Feuerblume, die am Feldrain sprießet,
im Seidenwind die Blütenblätter wehen.
Ich hab dem Mohn im GRase blühen sehen,
das wie ein Bach vom Feld zum Wege fließet.

Doch hat der Sturm die Blüten fortgetragen,
leer ist das Gras, das Feld wogt stet und stille,
und gleichsam wandelt sich des Sommers Fülle.
Fort sind die Blumen aus den Sonnentagen.

Des Lebenswandelgang: Ein lichtes Blühen
ist rasch dahingerafft im Zetensturm,
verwelkt, verdorrt, zerfällt zu Rost und Staub.

Wir sehen rasch das Leben weiterziehen.
Zu Sand zerfällt der höchste Wächterturm.
Oh Gang der Zeit, wie gleichst du dürrem Laub.