Sonett-Forum

Normale Version: Abendmahl
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Abendmahl

Mir schenkte Christ aus seines Herzens Becher
Des ewigen Lebens Wein zu süßer Labe,
Stillend der Seele Durst, und sprach: Ich habe
Mit deiner Not Erbarmen, armer Schächer!

Einschlürft’ ich da den rechten Sorgenbrecher;
Wie auferstanden bin ich aus dem Grabe
Und fühle Kraft und hohe Rednergabe,
Vom Rausch des Himmels ein beseelter Zecher.

Nun dämmert auch die Nacht in mir; die Tiefe
Durchklingt’s wie Ostergruß der Morgensterne;
Mir ist, als ob der Herr ans Werk mich riefe.

Auch seh’ ich golden in der Zukunft Ferne
Ein Gotteshaus, von Künstlern neugegründet,
Drin Dichtermund den Heiland neu verkündet.


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