Sonett-Forum

Normale Version: Rime 151. Non ha l'ottimo artista alcun concetto
Du siehst gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Non ha l’ottimo artista alcun concetto
c’un marmo solo in sé non circonscriva
col suo superchio, e solo a quello arriva
la man che ubbidisce all’intelletto.

Il mal ch’io fuggo, e ’l ben ch’io mi prometto,
in te, donna leggiadra, altera e diva,
tal si nasconde; e perch’io più non viva,
contraria ho l’arte al disïato effetto.

Amor dunque non ha, né tua beltate
o durezza o fortuna o gran disdegno
del mio mal colpa, o mio destino o sorte;

se dentro del tuo cor morte e pietate
porti in un tempo, e che ’l mio basso ingegno
non sappia, ardendo, trarne altro che morte.
In Übersetzung von
Sophie Hasenclever




Des besten Künstlers herrlichsten Gedanken,
Ein einziger Marmor kann ihn ganz enthalten;
Doch muss, will ihn der Meister uns entfalten,
Die Hand dem Geist gehorchen ohne Wanken.

In dir auch birgt sich Glück und Pein; verdanken
Könnt ich dir höchstes Heil, doch zu gestalten
Dies Glück, es zu gewinnen, zu erhalten,
Fehlt mir die Kunst; so muss an Gram ich kranken.

Nicht trägt denn Liebe schuld an meinen Leiden,
Nicht darf das Schicksal ich zu schmähen wagen;
Kann Heil ich oder Tod von dir erwerben.

Trägst du im Busen sie und ward von Beiden
Mir Tod zu Theil, muss ich mich selbst verklagen;
Mein schwacher Geist verschuldet mein Verderben.


.