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Normale Version: Rime 097. Al cor di zolfo, a la carne di stoppa
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Al cor di zolfo, a la carne di stoppa,
a l’ossa che di secco legno sièno;
a l’alma senza guida e senza freno
al desir pronto, a la vaghezza troppa;

  a la cieca ragion debile e zoppa
al vischio, a’ lacci di che ’l mondo è pieno;
non è gran maraviglia, in un baleno
arder nel primo foco che s’intoppa.

  A la bell’arte che, se dal ciel seco
ciascun la porta, vince la natura,
quantunche sé ben prema in ogni loco;

  s’i’ nacqui a quella né sordo né cieco,
proporzionato a chi ’l cor m’arde e fura,
colpa è di chi m’ha destinato al foco.
In Übersetzung von
Sophie Hasenclever




Der Leib dem dürren Holze gleich zu schätzen,
Das Herz wie Schwefel, Werg das Fleisch und ach,
Vernunft erlahmt und blind, die Seele schwach,
Des Zügels los, bereit mir zum Ergötzen;

Dazu die Welt mit Ködern und mit Netzen!
Da ist's kein Wunder, denkst du diesem nach,
Dass schon die erste Gluth auf einen Schlag
Dem Blitze gleich mich mag in Flammen setzen.

Wenn für die Kunst, die aus dem Himmel stammt
Und die Natur besiegt durch Meisterhand,
Mir Aug' und Ohr bei der Geburt gegeben,

Wenn das ich sah, was mich mit Recht entflammt.
So trägt die Schuld von solchem Seelenbrand
Der, der mich schuf, um in der Gluth zu leben.


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