Sonett-Forum

Normale Version: Allein im stillen völlig sich beglücken
Du siehst gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Allein im stillen völlig sich beglücken
Und sich verstehn, wenn Tausende zugegen,
Vorüber an einander sich bewegen,
Und so verstohlen sich die Hand zu drücken:

Dann mit den Blicken weilen voll Entzücken,
Wo tausend Reize drängen sich entgegen,
Auf Stirn und Aug und Lippen, die sich regen,
Und auf des schönen Wuchses Meisterstücken:

Nicht schnöd von Durst nach Liebe hingerissen,
Vielmehr der Gunst versichert, wechselseitig,
Umfassen sich mit ruhigem Gewissen;

Um nichts Besorgnis hegen anderweitig,
Und hoffen, nie was man gewann zu missen:
Dies Glück ist mein, das macht mir Keiner streitig!