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Normale Version: Eichendorff, Joseph: An I - - (Von trüber Bangnis...)
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Joseph Eichendorff             
1788 – 1857


An I - -

Von trüber Bangnis war ich so befangen,
Da sprach Waldhorn zu mir aus grünen Weiten:
Mir nach! durch unbekannte Lande schreiten!
Rief immer fern und fern – konnt’s nie erlangen.
 
Wo führst mich endlich hin? sprach ich voll Bangen,
Weit Freund’ und Welt von diesen Einsamkeiten!
Da klang es fern und nah wie alle Zeiten,
Dich sah ich fröhlich stehn am Bergeshange.
 
Und unten lag ein weites Land so helle,
War aufgetan die ew’ge Farbenquelle,
Nach Osten sah man fromme Pilger ziehen.
 
So nimm nur alles, was ich lieb und habe,
Gern laß ich ja die Welt und ihre Gabe,
Mit dir nur, Liebster, will ich ewig ziehen!
 
 
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